Welt

Das Abenteuer hat vor einigen Monaten mit dem Blick auf die Welt, genauer gesagt dem indischen Ozean, mit dem „WO?“ begonnen. WIE wir die Fische fangen wollten war klar. Fürs Popperfischen und Speedjigging sollte ein Reiseziel folgende 3 Eigenschaften aufweisen:

  1. Es muss einen guten Fischbestand am Riff vorhanden sein. Das ist leider in der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich.
  2. Fürs Speedjiggen braucht’s Strukturen. Unterwasserberge, Kanten, usw. idealerweise in einer Tiefe von 30-100 Meter.
  3. Sollten die Entfernung zu den Hotspots möglichst nah sein. Gerade an weniger touristischen Zielen sind hochseetaugliche Boote oft Mangelware.

Mafia

Unsere Wahl fiel auf die kleine und wenig bekannte Insel Mafia, die östlich des Rufiji-Flussdeltas nahe der tansanischen Küste gelegen ist. Mit 518 km2 ist die Insel in etwa zu groß wie Wien. Wie auch in Wien gibt es einen Flughafen. Im Gegensatz zu Wien ist die Landebahn die einzige asphaltierte Straße.

Wenige Tage vor Abflug sorgten wir uns über eine Unwetterwarnung aus Tanzania. Zum Glück hat sich das Orkantief am Tag des Abflugs verzogen und gutes Wetter war angesagt.

Wenige Tage vor Abflug sorgten wir uns über eine Unwetterwarnung aus Tanzania. Zum Glück hat sich das Orkantief am Tag des Abflugs verzogen und gutes Wetter war angesagt.

Der Flug über Istanbul war schnell gebucht und auch eine Lodge schnell gefunden. Die Suche eines geeigneten Bootes war, wie wir feststellen mussten, schon eine größere Herausforderung. Daher wollten wir uns Vorort um das geeignete Transportmittel umsehen.

Facebook

Nicht gerade eine Yacht aber immerhin ein 40PS Motor …

Neben der passenden Ausrüstung an Ruten und Rollen sowie einem breit gefächerten Köderspektrum ist ein Echolot mit Kartenfunktion eigentlich ein Muss. Das Garmin 721xs in Kombination mit der Garmin BlueChart Ostafrika Map war bei der Suche von Hotspots ein wesentlicher Vorteil.

Auswahl an Poppern und Stickbaits.

Auswahl an Poppern und Stickbaits.

GPSMAP721xs

Der Flug von Wien über Istanbul nach Dar es Salaam ist pünktlich 3:30 morgens gelandet. Um 10:15 ging es per Inlandsflug auf die Insel Mafia. Leider mussten wir feststellen, dass so früh am Morgen am Flughafen nicht einmal ein Kaffee zu bekommen ist. „No Problem – I know!“ antwortete der nächstbeste Taxilenker auf unsere Frage wo wir um diese Zeit einen Kaffee bekommen würden.  Eine halbe Stunde später sind wir am Spielcasino von Dar vorgefahren und konnten uns die Zeit bis zum Abflug mit Roulette und Black Jack vertreiben.

Im Anflug auf Mafia

Im Anflug auf Mafia

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Der Flughafen für Inlandsflüge in Dar es Salaam ist überschaubar. Aber wie wir etwas später feststellen durften, immer noch riesig im Vergleich zum Flughafen auf Mafia Island.

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Die Zeit in der Cessna verging wie im Flug. Am Flughafen wurden wir bereits von unserem Facebook Freund „Afro“ erwartet der uns auch gleich seine Boote präsentieren wollte. Kaum in der Lodge angekommen ging es also zum Strand um ein Boote zu suchen.

Fischerboot

Fischerboot

Die Auswahl war leider klein. Die vielen hölzernen Segelboote der tansanischen Fischer hatten zwar Charme, waren für unsere Zwecke nicht geeignet. Wir konnten uns eigentlich nur zwischen einem mit 40 PS  gut motorisierten Kajütbootes mit viel zu wenig Platz und diesem stolzen Schinakel entscheiden.

Unser stolzes Boot!

Unser stolzes Boot!

Am ersten Tag befischten wir die östliche Küste der Insel Junai. Entlang der gesamten Insel erstreckt sich ein Riff und bietet ideale Bedingungen fürs Popperfischen. Am Vorabend konnten wir auf der Garmin Blue Chart Karte einige interessante Punkte ausmachen die wir zielgerichtet ansteuerten.

 

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Tiefenkarte vor der Insel Juani.

Tiefenkarte vor der Insel Juani.

27FEB14_1643_00

Interessante Punkte wurden mit “Try..” markiert.

Der Wind aus Nord/Ost ermöglichte uns eine hervorragende Drift und so liesen die ersten Attacken auf unsere Popper uns Stickbaits nicht lange auf sich warten.

Wunderschöne Fische!

Wunderschöne Fische!

Immer wieder attackierten Bluefin Trevally’s unsere Köder. Mehrfach sahen wir große Grouper die unseren Ködern bis ans Boot folgten aber nicht zum Anbiss verleitet werden konnten. Ein Wahoo und ein ordentlicher Baracuda sowie ein paar Bonitos rundeten den ersten kurzweiligen Angeltag ab.

Dieser Baracuda schnappte sich einen Red Head Popper von Sebile.

Dieser Baracuda schnappte sich einen Red Head Popper von Sebile.

Am zweiten Tag widmeten wir dem Speedjiggen. Die Suche nach passenden Spots nahm einige Zeit in Anspruch. Wir fanden einige kleinere Fischarten wie Rainbow Runner oder Snapper. Die Zielfische Giant Trevally’s und Dogtooth Tuna’s konnten wir leider nicht ausmachen. Den schwierigen Angeltag rettet ein Grouper der sich an einer Abbruchkante von 30 auf 70 Meter Tiefe einen pinken Jig einverleibte und sich nach einem harten Kampf geschlagen geben musste.

Grouper beim Speedjiggen.

Grouper beim Speedjiggen.

An den folgenden Angeltagen wurde die Aktivität der Fische immer weniger. Wir konnten zwar immer wieder Fische beobachten die neugierig unsere Köder verfolgten. Auch am Echolot sahen wir laufend interessierte Fische. Irgendetwas hatte den Fischen aber auf den Magen geschlagen. Unsere Ausdauer beim kraftraubenden Popperfischen sollte sich aber doch auszahlen als wie aus dem Nichts mein Popper von der Oberfläche verschwunden ist und die Bremse kreischte. Nach einem harten Kampf konnte ich den ersten und wie sich herausstellen sollte auch einzigen Giant Trevally der Reise mit einem Schwanzwurzelgriff ins Boot befördern.

Je härter ein Fisch erkämpft desto größer die Freude!

Je härter ein Fisch erkämpft desto größer die Freude!
PS.: Die Sonne war gnadenlos!

 

Das Rufiji-Flussdelta. Hier gibts Tigerfish!

Das Rufiji-Flussdelta. Hier gibts Tigerfish!

Mafiagold. Wunderbarer Beifang!

Mafiagold. Wunderbarer Beifang!

Etwas Flyfishing auf einer Sandbank mitten im indischen Ozean.

Etwas Flyfishing auf einer Sandbank mitten im indischen Ozean.

Lecker Fisch BBQ traditionell über Kokosnussschalen zubereitet.

Lecker Fisch BBQ traditionell über Kokosnussschalen zubereitet.

Pardisische Sandinsel mit nur 50x50 Meter und hunderten von Meeresvögeln.

Paradisische Sandinsel mit nur 50×50 Meter und hunderten von Meeresvögeln.

Beim abendlichen Popperfischen.

Beim abendlichen Popperfischen.

Lecker Sushi!

Lecker Sushi – Frischer geht’s nicht!

Jigs zwischen 80 und 200 Gramm kamen zum Einsatz.

Jigs zwischen 80 und 200 Gramm kamen zum Einsatz.

2 Kuriositäten auf einem Bild. 1) Ein Vogel schnappt sich unseren Köder. 2) John mit seiner finnischen Haube!

2 Kuriositäten auf einem Bild. 1) Ein Vogel schnappt sich unseren Köder. 2) John mit seiner finnischen Haube!

 

Ein weiterer traumhafter Platz zum Pausieren!

Ein weiterer traumhafter Platz zum Pausieren!

 

YO-Man!

YO-Man!

Night Life in Dar es Saalam!

Night Life in Dar es Saalam!

 

Good Bye Tanzania!

Good Bye Tanzania!

 

 

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