Der Websta V2 Renkenschwimmer

Die Pose ohne Stopper

Neben dem fischen mit der Heberute auf Renken, wird in vielen Ländern nebenbei und teilweise auch vorwiegend mit dem Schwimmer (Pose) den Renken nachgestellt.
Der Nachteil der Fischerei mit dem Schwimmer war bis jetzt das teilweise Zeitraubende genaue einstellen der Tiefe, den das Blei der Hegene soll ja auf dem Grund aufliegen ( Ausnahme natürlich wenn man im Zwischenwasser angelt). Besonders bei unebenen Bodengrund war das Einstellen eine wahre Nervenschlacht und so wurde einem diese schöne und sehr effektive Fischerei teilweise verleidet. Außerdem wurde durch das öftere Verschieben des Stoppers die Hauptschnur gerne beschädigt.

Doch diesem Problem wurde jetzt ein Ende gesetzt !

Der Websta V2 Renkenschwimmer stellt sich automatisch auf die richtige Tiefe ein wenn das Hegenenblei auf dem Grund aufliegt. Bei einem Biss fällt der V2 genau wie jeder andere Schwimmer um. Will man im Zwischenwasser fischen, kann man wie bei jeden anderen Schwimmer natürlich auch mit einem Stopper fischen und ihn so auf die gewünschte Tiefe einstellen. Ich habe mit 0,18 und 0,20mm Hauptschnur gefischt, stärkere Hauptschnur sollte den Effekt eher noch verstärken, was aber nicht notwendig ist.

Der neue Websta V2 funktioniert ohne Stopper !

Wie funktioniert das?

Durch eine Inneneinlage des Schnurführenden Carbonrohres aus Silikon-Polyuritan bleibt die nasse Angelschnur “kleben” und der Schwimmer bleibt auch stehen wenn das Blei am Gewässerboden angekommen ist. Eine simple Idee, aber sehr wirkungsvoll. Dabei ist es egal, ob man in 1m Wassertiefe fischt, oder in 100m.

Noch ein Wort zum Bleigewicht:

Am besten benützt man wie auch bei anderen Hegenenschwimmern ein 30 Gramm schweres Blei.

Es gibt jedoch ein paar Kleinigkeiten auf die man achten muss das der Schwimmer einwandfrei funktioniert:

1. Die Schnur und das Carbonrohr müssen Nass sein, das erreicht man in dem man das Blei 2 – 3 Mal zu Boden lässt, kurz auswerfen und wieder einholen oder den V2 unter Wasser tauchen.

2. Das Blei muss senkrecht unter dem Schwimmer sein, da das Blei ja schwerer ist als der Schwimmer und so immer ein paar Meter weiter fliegt, einfach nach dem Auswerfen die Schnur an der Rolle festhalten, so hat man die Gewissheit das sich das Blei innerhalb von 2-3 Sekunden sich direkt unter dem Schwimmer einfindet.

Beachtet man diese 2 kleinen Regeln gehört der Stopper beim Hegenenfischen der Vergangenheit

Weitere Merkmale des V2

Messinghülsen am oberen und unteren Ende des Schwimmers

Verschiebbare Pilotkugel, so kann man den Schwimmer dem Wellengang anpassen

Farbige Antenne

Die obere Pilotkugel wurde durch die Antenne ersetzt um die Gewissheit zu haben, das der Schwimmer funktioniert.

Der Preis des 65cm langen Schwimmers, der in gelb oder rot lieferbar ist, kostet etwas über 17€ und ist damit kein Dumpingpreis, dafür bekommt man aber ausgereifte und sehr gute Qualität mit hochwertigen Materialien, die eine lange Lebensdauer gewährleisten. Durch die Messinghülsen gehört auch das Einschleifen des Carbonrohres der Vergangenheit und so ist Gewährleistet das man über Jahre sehr viel Freude mit dem Schwimmer hat. Und lieber ein mal ein Paar Euro mehr bezahlt und man besitzt Qualität!

Erfolgreicher V2 Einsatz:

Mein Fazit:

Wer oft mit dem Renkenschwimmer fischt, weiß in kürzester Zeit die Vorteile des Schwimmers zu schätzen und bereut die Anschaffung mit Sicherheit nicht. Ich hatte noch einen Schwimmer von einem anderen Hersteller im Test, wirklich überzeugt hat mich vorerst nur der von Websta. Zwar ist es ein kleiner Nachteil das er oben keine Kugel hat und in man auf weiterer Entfernung etwas schlechter sieht, aber dafür steht er immer wie eine eins und genau um das geht es ja. Zudem ist er um ca. 20cm kürzer als der andere und auch stabiler. Noch dazu spielt es keine Rolle ob man einen großen Schnurbogen im Wasser hat oder nicht. Genau bei diesen Punkten hat der V2 Vorteile gegenüber der Konkurrenz, zumindest nach meinen Erfahrungen.

Bezugsquelle:

http://www.renkenfischen.at/

Vergleich V2 gegen anderen Hersteller

Ich hab den V2 gegen einen anderen Hersteller getestet der dasselbe verspricht, auf Grund von Fairness werde ich den Namen nicht nennen und betone das es sich um [b]meine[/b] Erfahrungen handelt  :!:

Oben im Bild der Vergleichsschwimmer, unten der Websta V2

Nachteile des Vergleichsschwimmers

1. Der andere Schwimmer ist ca, 20cm länger und so unhandlicher
2. Keine Messinghülsen -> Gefahr des Einschleifens des Carbonrohrs im Laufe der Zeit
3. Keine Innenbeschichtung des Carbonrohrs -> der Effekt des Schnurklebens ist geringer, so verhindert z.B. der Schnurbogen den Effekt des Schrägstehens des Schwimmers
4. Funktioniert erst ab 5 Meter Wassertiefe

Vorteile des Vergleichsschwimmers

1. Bessere optische Erkennung durch obere Pilotkugel

Der Test in Noten

Funktion

Der V2 steht besser und ist kürzer und lässt sich dadurch besser auswerfen. Funktioniert auch mit geflochtenen Schnüren.
V2 -> Note 1

Vergleichsschwimmer -> Note 4

Verarbeitung

Der V2 hat Metallhülsen oben und unten, die Antenne und Pilotkugel ist aus Kunststoff und so hält die Lackierung besser. Beim Vergleichsschwimmer waren bereits nach kurzer Zeit Farbabblätterungen der oberen Pilotkugel sichtbar

V2 -> Note 1

Vergleichsschwimmer – > Note 3-

Sichtigkeit
Durch die obere Pilotkugel hat der Vergleichsschwimmer leichte Vorteile der Sichtigkeit bei größerer Entfernung

V2 -> Note 3

Vergleichsschwimmer – > Note 2

Preis -> Leistung

Websta V2  22,90€ (inklusive Einfädler und Transportrohr)

Vergleichsschwimmer 20.- €

Durch die bessere Verarbeitung und Funktion und dazu noch den billigeren Preis hat für mich der V2 den Vergleichstest deutlich für sich entschieden.
Beim Preis ist bei beiden ein Transportrohr dabei, beim V2 zusätzlich noch ein Einfädler aus dünnem Carbon.

Gesamtbewertung

Hätte ich die Wahl zwischen den beiden Modellen würde ich mit Sicherheit jedes mal den V2 wählen, da die Vorteile von ihm einfach überwiegen, der andere Testschwimmer hat lediglich in Punkto optische Bisserkennung leichte Vorteile

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