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BoilieRoller_Logo

UPDATE Juni 2014
Das neue Modell des BoilieRoller ist ab sofort erhältlich. Auch von diesem Modell wurde wieder ein Testexemplar, diesmal für den Druchmesser 18mm bereitgestellt. Im Lieferumfang enthalten waren wie schon beim letzten Mal der Roller selbst, ein Baitgun-Aufsatz sowie ein Auffangbehälter für fertige Boilies. Zusätzlich wurde diesmal auch eine Reinigungsbürste (handelsübliche Flaschenbürste) mitgeliefert.

Durch eine Änderung bei den verarbeiteten Materialien konnte beim neuen Modell einiges an Gewicht eingespart werden. Die Version 2014 wiegt nun nur noch etwa 12 Kilo, was einer Reduktion von etwa 50% entspricht. Das Außengehäuse besteht weiterhin aus Edelstahl, die Walze und die Rillenrückwand wurden allerdings aus einer neuen Plastikmischung hergestellt.

Als weiteres Extra bekam der Einfüllschlitz eine gebogene Laufleiste verpasst, an welcher zusätzlich noch eine Bürstenleiste angebracht ist. Dadurch wird verhindert, dass sich im Rollvorgang die Teigwurst auf die falsche Seite der Rollwalze verabschiedet. Weiters tragen die Bürsten auch etwas zur Reinigung der Rollwalze bei.

Boilie Roller 2014

Auf der Unterseite der Rollwalze befindet sich ebenfalls eine Bürstenleiste. Diese soll verhindern, dass fertige Boilies kleben bleiben und eine „Ehrenrunde“ drehen. Das System funktioniert zufriedenstellend.
An der Funktionalität gab es keine Änderungen. Der BoilieRoller ist weiterhin manuell mittels Handkurbel oder durch Zuschaltung eines Motors betreibbar. Passende Motor-Aufsätze werden in Kürze ebenfalls direkt beim Hersteller erhältlich sein.

Eine wesentliche Verbesserung gab es beim empfohlenen Verkaufspreis. Kostete das Vorjahresmodell noch knapp 600 Euro zuzüglich Versand, so ist das Modell 2014 schon wesentlich erschwinglicher und für etwa 300 Euro inkl. Versand erhältlich. Damit schafft der BoilieRoller den Sprung in die leistbare Kategorie und stellt eine echte Alternative zu anderen Modellen mit dem selben Konstruktionsprinzip dar.
Der Preis für die Motoreinheit ist derzeit noch nicht bekannt und wird nachgereicht, sobald die ersten Einheiten in den Verkauf gelangen.

Produktbeschreibung
Der „BoilieRoller“ wurde von den Mitgliedern des litauischen Karpfenangler-Vereins „Aukso Zvynas“ entwickelt und ist seit 2013 auch kommerziell erhältlich. Was als Idee für die einfachere Herstellung des jährlichen Boiliebedarfs begann entwickelte sich schnell zu einem Exporterfolg in viele europäische Länder.

Der Roller arbeitet mit einer rotierenden Rollwalze und einer statischen Rillen-Rückwand. Der Arbeitsvorgang kann entweder durch manuellen Betrieb über eine Kurbel oder durch die Zuschaltung eines Motors mit Riemenantrieb erfolgen.
Bei der Motorisierung stehen dem Endanwender alle Möglichkeiten offen, ein spezielles Motorenmodell wird von den Herstellern nicht angeboten.
Durch das aufwändige Metallgehäuse bringt die Maschine beachtliche 22kg auf die Waage.

Im Test wurde das Modell „Boilieroller 16mm“ benutzt.

Bestellung und weitere Infos zum Produkt: http://www.boilieroller.com/

Testkriterium 1: Verarbeitung
BoilieRoller_View
Beim Design setzten die Hersteller auf edle Materialien. Das Herz der Maschine besteht aus einer Hartplastik-Rollwalze sowie einer Rillenwand aus dem gleichen Material. Das Gehäuse des Geräts ist aus rostfreiem Edelstahl gefertigt, welches auch für das relativ hohe Gesamtgewicht verantwortlich ist.
Auf der Vorderseite des Rollers befinden sich Gravuren mit dem Firmenlogo sowie der Boiliegröße. Alle Teile sind mit Stahlschrauben fixiert.
Im Gesamtpaket ergibt sich eine äußerst formschöne Rollmaschine, welche auch optisch einiges hermacht!

Der Antrieb erfolgt über eine verschraubte Stahlkurbel mit Holzgriff oder alternativ über ein Schwungrad für den Riemenantrieb.
Im Lieferumfang waren auch ein Auffangbehälter für die fertigen Boilies sowie eine bereits auf den richtigen Durchmesser vorgeschnittene Baitgun-Spitze enthalten.

Auf der negativen Seite ist anzumerken, dass die Kanten des Stahl-Gehäuses nicht entgratet und somit etwas scharf sind. Durch das Eigengewicht des Rollers ist dies eine unangenehme Erfahrung, wenn man das Gerät anheben und an seinen Platz stellen will.

Gesamt gibt es für die Verarbeitung 9 von 10 Boilies!

Testkriterium 2: Preis
Gute Qualität hat ihren Preis – so auch beim BoilieRoller.
Das getestete Modell der Limited Edition 2013 schlägt mit 600 Euro zzgl. Versand zu Buche und ist somit von einer günstigen Lösung weit entfernt. Im Vergleich mit anderen Modellen dieses Konstruktionstyps ist der BoilleRoller wahrscheinlich das derzeit teuerste manuell betriebene Modell am Markt.
Es ist jedoch Licht am Horizont erkennbar: die Hersteller kündigten bereits jetzt ein überarbeitetes Modell für 2014 zu einem weit günstigeren Anschaffungspreis an!

Das getestete Modell verdient in der Preiswertung (unter Berücksichtigung des teuren Ausgangsmaterials) allerdings leider nur 3 von 10 Boilies.

Testkriterium 3: Funktionalität
Das Arbeiten mit dem BoilieRoller macht Freude! Der Arbeitsvorgang ist schnell und unkompliziert und die Kugelqualität ist überzeugend.
Die benötigten Teigwürste können auf einer Ablagefläche an der Oberseite des Geräts vorbereitet und einzeln abgerollt werden.

BoilieRoller_Funktionalitaet
Die fertigen Boilies werden an der Unterseite des Rollers ausgeworfen und im dafür vorgesehenen Behälter gesammelt. Der Rollvorgang selbst funktioniert flüssig und ohne Kraftaufwand.

Die Wertung zur Funktionalität: 10 von 10 Boilies!

Testkriterium 4: Geschwindigkeit
Blitzschnell große Mengen an Boilies erzeugen – mit dem BoilieRoller ist das kein Problem. Sind die Teigwürste erst einmal vorbereitet, können diese nacheinander in das Gerät eingeworfen und abgerollt werden. Pro Kurbelumdrehungen finden 2-3 Teigwürste im Gerät Platz. Mit Motorantrieb kann die Rollgeschwindigkeit nochmals erhöht werden.

Aufgrund des sehr geringen Arbeitszeitaufwandes erhält der BoilieRoller 10 von 10 Boilies!

Testkriterium 5: Reinigung
Gleich vorweg: Der BoilieRoller ist nicht darauf ausgelegt, häufig gereinigt zu werden!
Die Rollwalze kann man von der Geräte-Vorderseite aus noch mehr oder weniger gut erreichen und somit reinigen, bei der Rückwand ist allerdings Schluss. Hier muß die obere Abdeckplatte des Gehäuses entfernt werden. Mit einer dünnen, biegsamen Flaschenbürste können die Laufrillen von Rückständen befreit werden. Sollte das nicht genügen, ist eine komplette Demontage des Geräts erforderlich.

Durch die doch sehr eingeschränkte und aufwändige Reinigungsmöglichkeit bleiben leider nur 5 von 10 Boilies.

Zusatz: Extra-Features
Wie bereits erwähnt, kann der BoilieRoller zu einer halbautomatischen Rollmaschine aufgerüstet werden. Hierfür benötigt man nur einen Motor und einen Antriebsriemen, welcher mit dem Gerät verbunden wird.
Leider sind diese Bestandteile nicht über den Hersteller beziehbar, somit ist etwas Kreativität und Experimentierfreude erforderlich.
Eine Adaptierung für verschiedene Boilie-Durchmesser ist ebenfalls nicht möglich, ein Roller rollt genau einen Durchmesser. Laut Hersteller wäre eine zusätzliche Walzen- und Rückwandkombination preislich in Etwa gleichwertig einer kompletten Maschine, weshalb die Einzelteile nicht separat angeboten werden.

Für die Motorisierungsmöglichkeit werden dem BoilieRoller trotzdem 2 Zusatz-Boilies angerechnet.

Endergebnis
Der „BoilieRoller“ ist mit Abstand die teuerste manuelle Rollmaschine im Test. Wer ein Produkt erwerben will, welches durch seine massive Konstruktion ünverwüstlich auch den hartnäckigsten Abnutzungserscheinungen trotzen kann, ist mit dem Gerät bestens bedient. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt und warten gespannt auf das angekündigte, günstigere Modell für die Saison 2014!

Endstand: 39 von 50 Boilies für formschöne Qualität aus Litauen!

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